Stadt Ditzingen

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Stadtsanierung

Stadtsanierung

Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen werden in Gebieten durchgeführt, in denen städtebauliche Missstände bestehen. Das Gebiet soll durch die Sanierungsmaßnahme wesentlich verbessert oder umgestaltet werden. 

Ein Sanierungsgebiet ist ein abgegrenzter Bereich, für den vom Gemeinderat aufgrund vorliegender Missstände bzw. Mängel eine Sanierungssatzung beschlossen wurde (vgl. § 142 Abs. 1 BauGB). Mit der ortsüblichen Bekanntmachung wird die Sanierungssatzung rechtsverbindlich.  

Bund und Land unterstützen die Städte und Gemeinden finanziell bei der Bewältigung der Sanierungsaufgaben. Die Sanierungsgebiete der Stadt Ditzingen werden vom Bund und Land gefördert über die Bund-Länder-Programme Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen (SEP), Aktive Stadt- und Ortsteilzentren (ASP) und  Stadtumbau West (SUW).

Die Städtebauförderung beruht auf den Grundsätzen des besonderen Städtebaurechts des Baugesetzbuchs (BauGB). Städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen werden nach §§ 136 ff. BauGB vorbereitet und durchgeführt. 

Grundsätzlich ergeben sich zur Verbesserung eines Gebietes folgende Maßnahmen:

  • Erneuerung von Gebäuden durch nachhaltige Sanierung der Gebäudehülle
  • Neubaumaßnahmen im öffentlichen Bereich durch Umgestaltung und Erneuerung von Straßenbelägen und Neugestaltung von Aufenthaltsflächen z.B. mit Begrünung und Platzgestaltung
  • Ordnungsmaßnahmen durch Abbruch von Gebäuden und Vereinigung/ Teilung von Grundstücken

Weiter zur Homepage des Sanierungsleitfadens Baden-Württemberg

Sanierung Bauernstraße
Sanierung Bauernstraße

Die Sanierungsgebiete der Stadt Ditzingen

In Ditzingen laufen derzeit insgesamt vier Sanierungsgebiete: Ditzingen Stadtmitte, Bahnhof Ditzingen, Gewerbegebiet Süd in Ditzingen und das Industriegebiet Schöckingen. In Heimerdingen wurde zwischen 01.01.1997 und 31.12.2009 eine Stadtsanierung im Ortskern durchgeführt. 

Übersichtsplan Sanierungsgebiete Ditzingen
Übersichtsplan Sanierungsgebiete Ditzingen

Ditzingen Stadtmitte:

Das Sanierungsgebiet „Ditzingen Stadtmitte“ läuft im Förderprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren (ASP). Die Laufzeit ist vom 01.01.2002 bis 31.12.2016 vorgesehen. Das gesamte Gebiet umfasst ca. 8,8 ha und schließt große Teile der Innenstadt ein. 

Im Frühjahr 2012 wurde ein Integriertes Entwicklungskonzept erstellt, welches über die Grenzen des Gebietes „Ditzingen Stadtmitte" hinausgeht. Hier werden Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt im Hinblick auf die Gestaltung der Verkehrsachsen,  die Grün- und Freiräume, der Gebäude und mögliche Nutzungen aufgezeigt.

Ziele der Sanierungsmaßnahme sind: 

  1. Sicherung und Erweiterung der Grundversorgung
  2. Neuschaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen
  3. Neugestaltung und Aufwertung der öffentlichen Straßen, Wege und Plätze
  4. Modernisierung und Instandhaltung der vorhandenen Bausubstanz
  5. Ergänzung der vorhandenen Bebauungsstruktur durch städtebaulich angepasste Neubebauung. 

Abgrenzung Sanierungsgebiet Ditzingen Stadtmitte

Weißes Haus
Weißes Haus

Bahnhof Ditzingen

Das Sanierungsgebiet „Bahnhof Ditzingen“ läuft im Förderprogramm Stadtumbau West (SUW). Die Fördermittel wurden von 01.01.2010 bis 31.12.2018 bewilligt. Das gesamte Gebiet umfasst ca. 4,5 ha und schließt den Bahnhof sowie die angelagerten Bereiche ein. 

Ziele der Sanierungsmaßnahme sind: 

  1. Die Beseitigung der vorhandenen Funktionsmängel und Ausbau des Gebiets als Dienstleistungs- und Einzelhandelsstandort zur Stärkung und Erweiterung des innerstädtischen Angebots
  2. Schaffung eines attraktiven Eingangstors
  3. Schaffung zeitgemäßer Grundstücksnutzungen

Abgrenzung Sanierungsgebiet Bahnhof Ditzingen

Empfangsgebäude Bahnhof
Empfangsgebäude Bahnhof

Gewerbegebiet Süd

Das Sanierungsgebiet „Gewerbegebiet Süd“ wird gefördert über das Bund-Länder Sanierungs- und Entwicklungsprogramm (SEP). Die Laufzeit begann am 01.01.2006 und endet am 31.12.2013. Es wurde ein Verlängerungsantrag beim Land gestellt. Das gesamte Gebiet umfasst ca. 23,5 ha. Es liegt nördlich und ein größerer Teil südlich der Bahnanlagen. 

Ziele der Sanierungsmaßnahme sind: 

  1. Funktionale und gestalterische Aufwertung des Gewerbegebietes
  2. Verbesserung der Grundstückszuschnitte und der Verkehrsinfrastruktur
  3. Reduzierung des Flächenverbrauchs durch Innenentwicklung
  4. Förderung und Unterstützung von privaten Ordnungs- und Modernisierungsmaßnahmen

Abgrenzung Gewerbegebiet Süd

Siemensstraße
Siemensstraße

Industriegebiet Schöckingen

Das Sanierungsgebiet „Industriegebiet Schöckingen“ läuft im Förderprogramm Stadtumbau West (SUW). Die Fördermittel wurden vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2014 bewilligt. Das gesamte Gebiet umfasst ca. 3 ha und schließt den Bereich des heutigen Industriegebietes Schöckingen ein. Insbesondere liegen bzw. lagen zwei Industriebetriebe innerhalb des Gebietes. 

Ziele der Sanierungsmaßnahme sind: 

  1. Verlagerung der gewerblichen Nutzung in andere ausgewiesene Gewerbegebiete
  2. Ansiedelung von Wohnnutzungen
  3. Schaffung eines homogenen Erscheinungsbildes ohne Nutzungskonflikte
  4. Verbesserung des Übergangs in die freie Landschaft. 

Abgrenzung Industriegebiet Schöckingen

Witte
Witte

Stadtteil Heimerdingen:

Ehemaliges Sanierungsgebiet „Ortskern Heimerdingen“ 
Der Bewilligungszeitraum der Fördermittel begann am 01.01.1997 und endete am 31.12.2009. Das Gebiet ist abgerechnet. Die Aufhebung der Sanierungssatzung ist rechtskräftig seit 16.05.2012. 

Abgrenzung Sanierungsgebiet Ortskern Heimerdingen

Heimerdingen Ortsmitte/ Hausgasse
Heimerdingen Ortsmitte/ Hausgasse

Fördermöglichkeiten

Informationen für Gebäudeeigentümer

1. Fördermöglichkeiten
In den Sanierungsgebieten der Stadt Ditzingen besteht für Gebäudeeigentümer grundsätzlich die Möglichkeit für Umbau- und Sanierungsmaßnahmen einen Zuschuss zu erhalten. 

Wie planen Sie Ihr Vorhaben?

  • In einem telefonischen Vorgespräch bzw. bei einem Termin nach Vereinbarung wird mit dem Stadtbauamt geklärt, ob die beabsichtigte Maßnahme den Sanierungszielen entspricht und ob die Voraussetzungen für eine Förderung gegeben sind.
  • Je Gewerk müssen 3 Kostenvoranschläge bzw. eine Kostenschätzung eines Architekten eingeholt werden.
  • Das Stadtbauamt bespricht mit Ihnen Ihr Sanierungskonzept und berechnet die mögliche finanzielle Förderung
  • Ein Modernisierungs- bzw. Ordnungsmaßnahmenvertrag wird zwischen Ihnen und der Stadt geschlossen.
  • Nach Abschluss der Maßnahme prüft die Stadtverwaltung die vertragsgemäße Umsetzung und zahlt den Zuschuss aus.

Ein Rechtsanspruch auf Gewährung einer Förderung besteht nicht.

Wichtiger Hinweis:
Maßnahmen, die vor Abschluss einer Vereinbarung begonnen werden, sind grundsätzlich nicht förderfähig! Voraussetzung für die Geltendmachung von steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten bzw. für eine finanzielle Förderung ist, dass die geplanten Maßnahmen vor Beginn mit der Stadt abgestimmt werden. 

Welche baulichen Maßnahmen privater Eigentümer können gefördert werden?

Modernisierung und Instandsetzung 

Grundsätzlich gilt, dass nur umfassende Modernisierungen und Instandsetzungen gefördert werden können. Dies bedeutet, dass ein Maßnahmenbündel aus verschiedenen Einzelmaßnahmen zusammengestellt wird. Der energetischen Erneuerung sowie der Außenwirkung ist dabei besonders Rechnung zu tragen. 

Einzelmaßnahmen können z.B. sein:

  • Wärmedämmung von Dach und Außenwänden gemäß EnEV
  • Einbau von neuen Fenstern 

Abbruch von Gebäuden
Für die Beseitigung von Gebäuden können Sie einen finanziellen Zuschuss erhalten.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein für eine Förderung?

  1. Mit der Modernisierung bzw. dem Abbruch wurde noch nicht begonnen
  2. Es handelt sich um eine umfassende Modernisierungs- und keine reine Instandhaltungsmaßnahme
  3. Der Eigentümer verpflichtet sich in einer Sanierungsvereinbarung vertraglich gegenüber der Stadt, bestimmte Maßnahmen durchzuführen
  4. Die Maßnahme erfolgt im Zusammenhang mit energetischen und außengestalterischen Maßnahmen (Außenwirkung)
  5. Fördermittel stehen haushaltsrechtlich zur Verfügung
  6. Die Maßnahme entspricht den Zielen und Zwecken der Sanierung

2. Weitere rechtliche Auswirkungen
Mit der Festlegung des Sanierungsgebiets wird ein Sanierungsvermerk im Grundbuch eingetragen. Er weist darauf hin, dass das Grundstück in einem Sanierungsgebiet liegt und daher das Besondere  Städtebaurecht gilt (§§ 136 ff. BauGB). 

Aufgrund der Lage im Sanierungsgebiet sind gemäß § 144  Baugesetzbuch (BauGB) zahlreiche Vorhaben und Rechtsvorgänge genehmigungspflichtig. 

Wenn Sie eine genehmigungspflichtige Maßnahme planen, stimmen Sie diese bitte rechtzeitig vorab mit dem Stadtbauamt ab und beantragen die erforderliche schriftliche Genehmigung.

Ansprechpartner: 
Stadtbauamt, Abteilung Baurecht:

Sanierungsgebiete     
„Bahnhof Ditzingen“    
„Gewerbegebiet Süd“   
    

Katharina Bauer   
Am Laien 1, 71254 Ditzingen
Tel.: 07156 164-236, Fax: 07156 164-232    
E-Mail schreiben     

Sanierungsgebiete
„Ditzingen Stadtmitte“ 
„Industriegebiet Schöckingen“

Tanja Ewald    
(Montag + Donnerstag) 
Am Laien 1, 71254 Ditzingen 
Tel.: 07156 164-229, Fax: 07156 164-232
E-Mail schreiben

 Flyer Fördermöglichkeiten