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Schulentwicklung

Warum Schulentwicklung in Ditzingen?

Bildungsthemen haben Konjunktur und das ist gut so. Aber nicht nur im Stuttgarter Landtag ist Schulpolitik ein heißes Thema. Landauf, landab steht das Thema der Schulen auf der kommunalpolitischen Agenda und auch in Ditzingen ist Schulentwicklung Gegenstand der politischen Beratungen. Der Gemeinderat hat am 26.02.08 beschlossen, die Situation der Schulen des Stadtteils Ditzingen unter Berücksichtigung demografischer, räumlicher und pädagogischer Aspekte untersuchen zu lassen. Mit dieser Aufgabe wurden die Kommunalberatung Kehl und das Architekturbüro agn, Ludwigsburg als externe Fachbüros beauftragt. Begleitet wird die Diskussion zur Schulentwicklung durch ein Gremium, das sich aus den betroffenen Schulleitungen, den Eltern- und Schülervertretungen, des Netzwerks der Jugendarbeit und der Fraktionen und Gruppen des Gemeinderates zusammensetzt.

Ziel der Schulentwicklung ist die Prüfung der Optionen für eine zukunftsorientierte räumliche Unterbringung der Schulen, die die heute absehbaren Entwicklungen berücksichtigen. Von besonderer Bedeutung sind dabei folgende Aspekte, die sich auf die Schulen auswirken:

Schulzentrum Glemsaue
Schulzentrum Glemsaue
Theodor-Heuglin-Schule
Theodor-Heuglin-Schule

1. Die Schülerzahlen gehen in den nächsten Jahren weiter zurück

Der Rückgang der Geburten- und damit der Schülerzahlen schreitet auch in Ditzingen trotz wachsender Gesamtbevölkerung voran. Seit Jahrzehnten ist in Deutschland die Kindergeneration zahlenmäßig kleiner als die dazugehörige Elterngeneration. Dies konnte für Baden-Württemberg noch bis zum Jahr 2000 durch Zuwanderungen und Geburtenüberschüsse ausgeglichen werden. Die Tendenz ist eindeutig, dass die Be-völkerung bundesweit weniger und älter werden wird. Der Rückgang der Kinderzahlen ist in Kindergärten und Grundschulen bereits deutlich spürbar. So hat sich die Zahl der Grundschüler in Ditzingen bei insgesamt noch um 3% gestiegener Gesamtschülerzahl in den letzten 10 Jahren bereits um 6 % verringert.

2. Die Übergangsquoten zu den weiterführenden Schulen verändern sich

Immer weniger Grundschüler wechseln nach der vierten Grundschulklasse auf die Hauptschule. Realschulen und Gymnasien genießen landesweit steigende Präferenz. Besonders für die Hauptschulen liegen in der Kombination zurückgehender absoluter Schülerzahlen und gleichzeitig sinkender Übergangsquoten große Probleme. Im Vergleich zum Schuljahr 1997/98 besuchen in Ditzingen heute bei nur um 3% gestiegener Gesamtschülerzahl 24% mehr Schüler die Realschule und 17% mehr das Gymnasium als noch vor zehn Jahren. Im Vergleich dazu haben in diesem Zeitraum die beiden Ditzinger Hauptschulen insgesamt fast ein Fünftel (18%) ihrer damaligen Schülerzahl eingebüßt!

In der Realität bereitet die gleichmäßige Aufteilung der Grundschüler auf die beiden Schul-bezirke der Wilhelmschule und der Konrad-Kocher-Schule und deren Auslastung Probleme. Im Bereich der weiterführenden Schulen steht Raumbedarf am Standort Schulzentrum Glemsaue Raumangebot am Standort Konrad-Kocher-Schule gegenüber. Für die Schulen bringen diese Effekte Schwierigkeiten und Grenzen für die pädagogische Arbeit mit sich.

3. Die Erhaltung der vorhandenen Schulgebäude erfordert hohe Investitionen

Die bestehenden Schulgebäude müssen altershalber mit großem Aufwand instand gehalten werden. Hinzu kommt, dass daneben räumliche Erweiterungen an einzelnen Standorten diskutiert werden. Alleine die für die Erhaltung des vorhandenen Gebäudebestandes mittel- und langfristig notwendigen Investitionen werden aus heutiger Sicht mit 18 Mio. € abgeschätzt. Diese Investitionen sollen sinnvoll und zukunftsorientiert erfolgen, zumal langfristig an allen Schularten ein deutlicher Rückgang der Schülerzahlen zu erwarten ist.

4. Veränderungen der pädagogischen Rahmenbedingungen

Als weitere Rahmenbedingung kommen Veränderungen der pädagogischen Vorgaben der Landespolitik hinzu, mit denen auf die Probleme des gegliederten Schulsystems reagiert wird und die Auswirkungen auf die räumliche Situation der Schulen nach sich ziehen. Als Stichworte seien nur die neuen Gemeinschaftsschulen oder die Entwicklung hin zum Ganztagesschulbetrieb ab der Grundschule genannt.

Wegen der vielfältigen Zusammenhänge können die sich ergebenden Fragestellungen nicht mehr nur mit dem Blick auf eine einzelne Schule sinnvoll beantwortet werden, weshalb eine Untersuchung des Gesamtgefüges formuliert wurde. Bis zur Mitte des Jahres 2011 soll nun eine Entscheidung des Gemeinderates über die zukünftige Ausrichtung der Schulentwicklung in Ditzingen und die Schulstandorte getroffen werden.

Mit den auf der Homepage der Stadt Ditzingen angebotenen Informationen über die Ergebnisse der mittlerweile durchgeführten Untersuchungen der Varianten für die Schulentwicklung wollen wir zu einer Auseinandersetzung mit dieser wichtigen Fragestellung einladen und die Hintergründe der Diskussionen transparent gestalten.

Michael Makurath
Oberbürgermeister

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Auszug aus dem Kurzprotokoll der Gemeinderatssitzung am 17.7.2012
Beschluss des Gemeinderats am 18.10.2011

Stellungnahme der Schulleitungen vom 11.07.2011
agn Abschlusspräsentation vom 17.05.2011
Machbarkeitsstudie agn 2010
Schulstatistik 2010/2011
Bürgerinformation am 30.11.2009
Machbarkeitsstudie agn 2009
Gutachten Kommunal Kehl vom Mai 2008

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